Coop Verde American Express

Coop Verde American Express

Lebendige Flüsse

Hochwasserschutz und wertvolle Lebensräume für Mensch und Natur

Flüsse und Bäche sind die Lebensadern unserer Landschaft. Leider sind sie aber in den letzten 200 Jahren nur zu oft verbaut, zwischen Dämme gezwängt und vom Umland abgetrennt worden. Die Mehrzahl der Feuchtgebiete ist trocken gelegt. Die Hälfte der Fliessgewässer ist überbaut. Als Folge davon haben Tiere ihre Lebensräume verloren, die Bäche und Flüsse können ihre Rolle als Regulatoren bei Hochwasser nicht mehr wahrnehmen und viele attraktive Erholungsräume für Menschen wurden zerstört. Deshalb sollen in den nächsten Jahren viele Schweizer Flüsse und Bäche wieder naturnah gestaltet und revitalisiert werden. Auch Bund, Kantone und Gemeinden setzen sich für einen nachhaltigeren Umgang mit Gewässern ein.

Unsere Fliessgewässer und Auen werden oft auch als «Europas Regenwälder» bezeichnet, denn für mehr als die Hälfte aller Pflanzenarten und eine grosse Zahl von Tierarten sind sie die Heimat. Leider wurden mehr als 90 Prozent dieser wertvollen Lebensräume in der Schweiz in den letzten 200 Jahren zerstört. Neun von zehn Flüssen sind stark verbaut und die meisten Bäche im Siedlungsraum sind in ihrer Funktion als Lebensraum stark beeinträchtigt. Gewässerrevitalisierungen gehören also zu den erstrangigen Aufgaben zur Erhaltung der einheimischen Artenvielfalt, im Kampf gegen Hochwasser und zur Sicherung wertvoller Erholungsräume für uns Menschen.
Der WWF fokussiert seine Bemühungen für die Revitalisierung von Fliessgewässern im urbanen Raum auf Gebiete, die ein grosses ökologisches Potenzial haben und gleichzeitig gute Erlebnismöglichkeiten bieten. Weiter wird darauf geachtet, dass die vom Aussterben bedrohten Fischarten Lachs und Nase von den Revitalisierungsmassnahmen bestmöglich profitieren können.

Sichere Lebensräume für Tiere

Bei vielen Revitalisierungsprogrammen geht es darum, die flusstypischen Lebensräume zu vergrössern und die Vernetzung wiederherzustellen. Im Zentrum steht dabei die Wiederbelegung von Seitenarmen von Bächen oder Flüssen als Rückzugsgewässer für Lebewesen, die vom raschen Wechsel der Wassermengen in den Gewässern gestört werden. Denn Seitenbäche und Nebenarme grosser Fliessgewässer sind Mangellebensräume. Oft sind sie aufgrund von Verbauungen und Hindernissen für Wassertiere nicht mehr zugänglich. Sie sind aber für kleine Fische, Jungtiere und andere Gewässerorganismen als Rückzugsräume, beispielsweise bei Hochwasser, für das langfristige Überleben notwendig.

Schutz vor Hochwasser

In der Schweiz kam es in den letzten Jahren vermehrt zu verheerenden Überschwemmungskatastrophen. Die Revitalisierung und Renaturierung von Fliessgewässern kann in Zukunft Milliardenschäden vermeiden helfen. Denn Flüsse und Bäche mit genügend Raum richten auch bei Hochwasser keinen Schaden an.
Auch das Bundesamt für Umwelt und die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL fordern die konsequente Fortsetzung einer umfassenden Hochwasserschutzpolitik. Denn mit dem wiederholten Auftreten ähnlicher oder womöglich noch schlimmerer Hochwasserkatastrophen müsse auch in Zukunft gerechnet werden, dies insbesondere auch als Folge des Klimawandels.

Erholungsraum und ästhetische Aufwertung

Fluss- und Bachrevitalisierungen sind aber nicht nur aus ökologischen und ökonomischen Überlegungen notwendig. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich Menschen im Umfeld naturnaher Gewässer wohler fühlen. Bei Umfragen befürworteten rund 75 Prozent der Befragten die «Befreiung» der Fliessgewässer aus ihren engen Verbauungen nicht primär aus umweltschützerischen Gründen, sondern wegen der besseren eigenen Befindlichkeit. Ein revitalisierter Fluss wird dabei als einer der letzten wilden Orte empfunden; als Kontrapunkt zum geregelten Alltagsleben und als Ort zum Auftanken.

Mehr Raum für die Bünz

Das von der Coop Verde American Express unterstützte Revitalisierungsprojekt umfasst verschiedene Abschnitte der Bünz, einem Zufluss der Aare im Kanton Aargau. Zusammen mit dem WWF werden diese Flussabschnitte in den nächsten Jahren aufgewertet. Der Beitrag von Coop Verdecard macht es erst möglich, dass diese Projekte in Angriff genommen werden und entlastet die betroffenen Gemeinden finanziell.
Konkret sollen die harten Uferverbauungen (Stellriemen) entfernt werden, um mit kleinen Kiesbänken und grösseren Steinen einen direkten Übergang vom Wasser zum Land zu ermöglichen. Mit der Entfernung der befestigten Sohle soll die Aufwärtswanderung für die Fische und andere Bachlebewesen wieder möglich werden.
Leichte Kurven an ausgewählten Stellen der Bünz schaffen unterschiedliche Strömungsmuster und variable Tiefenbereiche. Dadurch entstehen wertvolle Lebensräume. Der Bünz wird mehr Raum zur Verfügung gestellt und sie kann sich dynamisch entwickeln. Und schliesslich wird die Anpflanzung von einheimischen und gewässertypischen Sträuchern dazu beitragen, dass sich eine standortgerechte Vegetation ausbreiten kann.

Finanzierung langfristig geregelt

Die Unterstützung durch die Coop Verde American Express in der Höhe von insgesamt rund CHF 300'000.- für die kommenden zwei bis drei Jahre ist gesichert und zwischen Coop und WWF vertraglich geregelt.
Die Unterstützung wird finanziert aus der Umsatzabgabe (0,5% des Kreditkartenumsatzes*) und aus den CHF 20.-, welche für jede bis zum 31.12.2012 neu ausgestellte Hauptkarte eingesetzt werden sowie aus den Superpunkten, welche von Supercard Inhabern freiwillig für dieses Projekt gespendet werden können.

*ausgenommen Gebühren, Zinsen, Bargeldbezüge, Rückbelastungen und Ausstände.


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CHF 20.- zusätzlich für nachhaltige Projekte

Für jede bis zum 31.12.2012 neu ausgestellte Hauptkarte werden CHF 20.- zusätzlich für nachhaltige Projekte eingesetzt


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